Der erste Prüfschritt ist der Abgleich mit dem tatsächlichen Modellprogramm. Gibt es die angebotene Gestaltung bei Montblanc gar nicht, etwa einen StarWalker mit marmoriertem Dekor, ist die Sache entschieden, bevor man über Einzelheiten diskutiert. Ebenso spricht eine Feder, die nicht zur Serie passt oder die generische Prägung „Iridium“ trägt, eindeutig gegen ein Original. Der StarWalker gehört zu den am häufigsten kopierten Montblanc-Reihen.
Typisch ist auch die Verkaufsprosa: Der Anbieter will das Stück geschenkt bekommen haben, kennt sich angeblich nicht aus und weiß deshalb nichts über die Herkunft. Der Materialwert eines solchen Plagiats liegt bei wenigen Euro, 2009 wurden etwa zwei Euro veranschlagt. Gebote von 30 Euro und mehr sind also kein Schnäppchen, sondern der Preis für ein wertloses Stück.
Melden kann man ein Angebot zwar, beenden lassen kann es aber nur der Rechteinhaber: Ausschließlich Montblanc selbst kann bei der Auktionsplattform die Löschung durchsetzen. Deshalb verschwinden längst nicht alle Fälschungen aus dem Angebot, und deshalb bleibt die eigene Prüfung vor dem Gebot die wichtigste Schutzmaßnahme.