Bei nummerierten limitierten Editionen wie dem Skeleton 333 lässt sich Betrug oft über die Einzelnummer aufdecken. Taucht Monate nach einem abgeschlossenen Verkauf dasselbe Stück mit identischer Nummer, denselben Bildern und nahezu gleichem Beschreibungstext erneut auf, womöglich noch in einem anderen Land, ist das kein Zufall: Bilder und Text wurden aus der alten Auktion übernommen, ein Schreibgerät steht in aller Regel nicht dahinter. Wer Angebote zu seinem Sammelgebiet dokumentiert, erkennt solche Wiederholungen.

Weitere typische Merkmale: Der Verkäufer bietet an, die Auktion vorzeitig zu beenden und direkt zu verkaufen; die Zahlung soll über Bargeldtransferdienste wie MoneyGram laufen, deren Gebühren der Käufer tragen soll und bei denen das Geld nach der Auszahlung nicht zurückzuholen ist. Als „Echtheitsnachweis“ dient das Foto eines angeblichen Kaufbelegs, auf dem außer dem Firmenlogo nichts zu erkennen ist.

Die wirksamste Gegenprobe besteht darin, gezielt Detailaufnahmen zu verlangen, die es im Netz nicht geben kann – etwa von der Federprägung, der Seriennummer oder der eingravierten Editionsnummer –, und zwar ausdrücklich in der Originalauflösung der Kamera. Seriöse Verkäufer liefern solche Bilder; Betrüger brechen den Kontakt ab. Dass im selben Konto weitere hochwertige Waren angeboten werden, ist kein Beleg für Seriosität.