Für die einfachen Serienmodelle der 1950er und 1960er Jahre, erkennbar an der zweistelligen Modellnummer auf dem Kappenring wie etwa 21 oder 31, hält Montblanc keine Ersatzfedern mehr vor; der Werksservice kommt für solche Halter in der Regel nicht mehr infrage. Die Arbeit übernehmen stattdessen auf Vintage-Schreibgeräte spezialisierte Händler und Federwerkstätten. Im deutschsprachigen Raum sind dafür unter anderem Interpens und Maxpens bekannte Anlaufstellen, die passende Federn aus Altbeständen führen und vorhandene Federn überarbeiten.

Vor der Beauftragung lohnt die Frage, ob die vorhandene Feder erhalten werden kann: Eine verschlissene oder schiefgelaufene Spitze lässt sich häufig nachschleifen, was günstiger ist als ein Tausch und die Originalität des Schreibgeräts bewahrt. Wirtschaftlich sollte man die Sache nüchtern betrachten, denn bei den zweistelligen Modellen kann eine fachgerechte Federarbeit einen erheblichen Teil des Marktwerts ausmachen. Bei Haltern mit persönlichem Bezug spielt das erfahrungsgemäß keine Rolle. Ein Kostenvoranschlag vorab ist in jedem Fall zu empfehlen.