Montblanc hält ein Monopol auf Ersatzteile: Kappen, Kappenköpfe oder andere Bauteile werden weder an Händler noch an Endkunden abgegeben, Reparaturen führt ausschließlich der Hersteller selbst aus. Der Versuch, ein Ersatzteil über Fachgeschäfte oder freie Werkstätten zu beziehen, ist deshalb von vornherein aussichtslos. Bei ausgelaufenen Linien wie der Rubber Line kommt hinzu, dass die Ersatzteilbestände einige Jahre nach dem Ende der Serie erschöpft sind – dann kann auch der Kundendienst nicht mehr helfen.

Kappen von Fälschungen sind kein Ausweg; sie passen in aller Regel weder im Gewinde noch in den Maßen. Praktikabel bleibt nur, auf dem Gebrauchtmarkt ein Spenderstück derselben Linie zu erwerben – einen Füllhalter oder Rollerball in gleicher Ausführung – und dessen Kappe zu übernehmen. Unter Sammlern älterer Schreibgeräte ist dieses Ausschlachten von Teileträgern übliche Praxis und oft die einzige Möglichkeit, ein Stück wieder vollständig zu machen. Wirtschaftlich ist das vertretbar: Eine Reparatur beim Hersteller hätte für eine Kappe deutlich mehr als 70 Euro gekostet (Stand 2017), sodass ein gebrauchtes Spenderstück preislich in derselben Größenordnung liegt.