Für einen Noblesse Oblige Rollerball lässt sich kein fester Wert nennen; er liegt aber erfahrungsgemäß deutlich unter dem, was Erben oder Beschenkte beim Namen Montblanc erwarten. Der Noblesse gehört nicht zur Meisterstück-Linie, sondern zu den schlichteren, in großer Zahl gebauten Gebrauchsschreibgeräten. Daran ändert auch ein ungenutztes Exemplar samt Etui, Originalschachtel und Garantiezertifikat aus dem Jahr 2006 wenig.
Hintergrund ist die Firmengeschichte: Montblanc hat sich erst 1991 als Luxusgüterhersteller neu positioniert. Davor reichte das Programm vom preiswerten Schulfüllhalter bis zum Meisterstück, vergleichbar mit Pelikan. Der Markenname allein sagt über den Wert eines Stückes also wenig aus; maßgeblich sind Modell, Alter, Seltenheit, Ausführung und Zustand.
Eine belastbare Einschätzung gewinnt man, indem man über einige Wochen die tatsächlich erzielten Zuschlagspreise vergleichbarer Stücke verfolgt, nicht die Angebotspreise. Kostenpflichtige Wertermittlungen durch Dritte übersteigen bei Gebrauchsmodellen dieser Art häufig den Wert des Schreibgeräts selbst. Wer keinen Verkauf plant, nutzt den Rollerball am besten einfach im Alltag.