Maßgeblich sind ausschließlich tatsächlich erzielte Verkaufspreise vergleichbarer Stücke in vergleichbarem Zustand, nicht die oft weit höheren Forderungen in laufenden Angeboten. Wer solche Mondpreise zur Grundlage macht, überschätzt seine Sammlung regelmäßig. Zustand, Vollständigkeit von Verpackung und Papieren sowie die Frage, ob ein Stück benutzt wurde, wirken sich dabei erheblich aus. Für einzelne hochwertige oder schwer einzuordnende Schreibgeräte gibt es kostenpflichtige Wertschätzungen, etwa aus dem Umfeld des Standardwerks „Collectible Stars“; sie lohnen sich nur bei entsprechend teuren Stücken.
Beim Verkauf steht Bequemlichkeit gegen Erlös. Händler nehmen Schreibgeräte in Kommission oder kaufen sie an und behalten dafür einen Anteil ein, der Stand 2010 bei etwa 25 bis 50 Prozent des Werts lag, mitunter darüber. Dafür entfallen Fotografieren, Beschreiben und Abwicklung, und gute Kontakte können den Verkauf beschleunigen. Wer selbst verkauft, über eine Auktionsplattform oder auf Sammlerbörsen, erzielt mehr, muss aber jedes Stück sauber dokumentieren. Ohne aussagekräftige Fotos, genaue Zustandsbeschreibung und Preisvorstellung findet sich kein Käufer, und wenn doch, dann nur mit deutlichem Risikoabschlag.