Die Bohème-Kopie ist handwerklich gut gemacht; einem Laien fällt der Unterschied kaum auf, und auf den Verkäuferfotos einer Auktion sind die entscheidenden Merkmale nicht zu sehen. Im direkten Vergleich lässt sich die Fälschung dennoch sicher bestimmen.
Beim Zerlegen fällt als Erstes auf, dass bei der Kopie an der Schreibmine eine Druckfeder sitzt, die beim Original fehlt. Der Kappenstern zeigt beim Original runde, bei der Kopie eckige Sternspitzen. Beim Original schließt das Logo sauber am Metallteil ab, bei der Kopie steht es deutlich über.
Am Ring mit dem Bohème-Schriftzug ist der Schriftzug der Kopie schraffiert, und der mittlere Ring fällt im Verhältnis zu den beiden äußeren deutlich breiter aus.
Das auffälligste Merkmal ist der Schmuckstein: Beim Original hat er einen runden Schliff, bei der Kopie einen geraden, einfachen, flachen Schliff. Der Unterschied ist im Seitenprofil unübersehbar. Und wie bei den meisten Montblanc-Fälschungen ist der Clip der Kopie aus gebogenem Blech gefertigt.
Wer einen Bohème dennoch über eine Auktion kaufen möchte, sollte sich Detailfotos genau dieser Stellen schicken lassen — ein vertrauenswürdiger Verkäufer stellt solche Aufnahmen ohnehin ein.







