Nein. Montblanc versah seine Schreibgeräte erst ab etwa Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre mit einer eingelaserten Identifikationsnummer. Ein Füllhalter, der vorher gebaut wurde — beim 144 betrifft das die älteren Serien —, darf gar keine Nummer tragen. Ihr Fehlen ist bei solchen Stücken normal und kein Mangel. Auch eine einfarbig goldene Feder statt einer bicoloren ist bei diesen Modellen nichts Ungewöhnliches.
Umgekehrt ist eine vorhandene Seriennummer kein Echtheitsbeweis: Die meisten Fälschungen tragen frei erfundene Nummern, und der Hersteller erteilt zu einzelnen Nummern keine Auskunft. Aussagekräftiger sind Feder, Verarbeitung und Materialanmutung. Echte Federn tragen die Feingehaltsprägung für 14- oder 18-karätiges Gold, also 585 beziehungsweise 750, häufig zusammen mit 14 C oder 18 K.
Die verbreiteten Fälschungen der 2000er-Jahre hatten meist keine Goldfeder und waren insgesamt grob gearbeitet, sodass sie schon beim genauen Hinsehen auffielen. Verlassen sollte man sich darauf nicht mehr: Inzwischen kursieren auch aufwendigere Nachbauten. Im Zweifelsfall hilft nur der direkte Vergleich mit einem gesicherten Original oder der Kauf beim autorisierten Händler.