Im Jahr 1992 erschien mit dem Hemingway die erste Edition der Writers-Edition-Reihe. Heute zählt er zu den begehrtesten Stücken der Reihe und wäre für viele Sammler eine äußerst willkommene Ergänzung der eigenen Kollektion. Was dabei häufig vergessen wird: In den ersten Jahren nach Markteinführung war der Hemingway nicht wirklich gefragt – oder anders formuliert: Er lag in vielen Schaufenstern wie Blei. Vor allem die Farbkombination mit dem markanten Orange kam bei vielen Käufern zunächst nicht besonders gut an. Noch 1997, also fünf Jahre nach der Markteinführung, war der Hemingway in vielen Boutiquen und beim Fachhandel ohne Wartezeit erhältlich.
Beim Öffnen zweier seinerzeit noch versiegelter Hemingway-Kugelschreiber zeigte sich eine Besonderheit, die bis heute nicht allgemein bekannt ist: Der erste Kugelschreiber entsprach der bekannten Variante mit leicht angerauter Oberfläche – die Korpushaut wirkt, als wäre sie sandgestrahlt worden (auf welche Weise diese rauere Optik genau erzeugt wird, ist nicht bekannt). Beim zweiten Kugelschreiber jedoch war die Überraschung perfekt: dieser Hemingway war komplett glatt – weder Clip noch Korpus zeigten die typische raue Oberfläche.
Eine Rückfrage beim Händler ergab nach Kontakt mit Montblanc: Zumindest bei den Kugelschreibern existieren tatsächlich zwei Oberflächenvarianten – eine raue und eine glatte. Warum es diese beiden Ausführungen gibt, ist bis heute nicht abschließend geklärt; möglich ist eine frühe Vorserie, eine Sonderfertigung oder eine spätere Anpassung im Fertigungsprozess. Bei den Hemingway-Füllhaltern hingegen ist bisher nur die Variante mit rauer Oberfläche bekannt. Für Sammler lohnt sich daher beim Erwerb eines Hemingway-Kugelschreibers ein genauer Blick auf Clip und Korpus – die glatte Variante dürfte deutlich seltener sein.
Verwandte Seiten auf fountainpen.de:
• Montblanc Writers Edition 'Hemingway' (1992): https://www.fountainpen.de/writer-hemingway.htm
• Übersicht aller Writers Editionen: https://www.fountainpen.de/writer.htm