Von den Musiker-Editionen tauchen immer wieder Fälschungen auf, die zusätzlich unter falschem Modellnamen angeboten werden, etwa als „Leonard Bernstein“, obwohl die Gestaltung dem Donation Pen Herbert von Karajan von 1995 nachempfunden ist. Kennzeichnend für diese Stücke sind durchgehend silberfarbene Beschläge samt Clip und ein silbernes Notenband, das über den gesamten Korpus und die Kappe läuft. Das Original ist anders gestaltet, so dass hier bereits der Abgleich mit einer gesicherten Abbildung der jeweiligen Edition genügt.

Typisch ist außerdem eine Verkaufstaktik, die rechtlich schwer angreifbar ist: In der Beschreibung wird der Markenname bewusst nicht genannt, während die Fotografien den Eindruck eines Originals erwecken. Käufer zahlen dann Preise im Bereich echter Schreibgeräte; 2010 ging ein solches Stück für 230 Euro weg. Wer ein verdächtiges Angebot entdeckt, kann es der Plattform melden und den Anbieter bewerten, erfahrungsgemäß verschwinden derartige Auktionen aber erst nach mehreren Hinweisen. Vor dem Kauf einer Sonderedition sollte man sich stets Auflagennummer, Zertifikat und Verpackung zeigen lassen und die Gestaltung Punkt für Punkt mit gesicherten Abbildungen vergleichen.