Um das Jahr 2000 (möglicherweise sogar etwas früher) erschien bei eBay.com in einer Auktion ein ganz besonderer Montblanc 146, wie man ihn bis dahin nicht gesehen hatte: vollständig vergoldet, mit einer dunkelroten Kappe und einer Korpusgravur, die Reifenspuren darstellen sollte. Besonders hübsch war er nicht – aber doch sehr, sehr speziell. Mitgesteigert wurde immerhin mit einem kleinen Betrag; ersteigert allerdings nicht: der Endpreis lag etwa fünfmal so hoch wie das eigene Gebot, soweit erinnerlich rund 2.600 USD.
Einige Monate nach der Auktion war in einer Zeitung zu lesen, dass Jean Todt (damals verantwortlich für das Formel-1-Team von Ferrari) ein ambitionierter Sammler von Montblanc- und Montegrappa-Schreibgeräten ist. Es war ihm sogar gelungen, Montblanc dazu zu überreden, ihm einen eigenen Füllhalter zu bauen – mit roter Kappe und vergoldetem Korpus. Diesen hatte Todt wohl später verloren oder es wurde ihm gestohlen. Damit war klar: bei dem Stück aus der Auktion handelte es sich mit großer Sicherheit um genau diesen Todt-Füllhalter.
Das Besondere daran: Bis zu diesem Zeitpunkt war nicht allgemein bekannt, dass Montblanc auch ganz individuelle Kundenwünsche umsetzt. Der Jean-Todt-146 zählt damit zu den ersten wirklich vollständig individualisierten Montblanc-Schreibgeräten und markiert ein Novum in der Markengeschichte – die Anfänge dessen, was später als sogenannter Bespoke-Service über das Artisan Studio professionalisiert wurde.
Verwandte Seiten auf fountainpen.de:
• Montblanc Meisterstück 146 (Le Grand): fountainpen.de/c-montblanc-meisterstueck-146.htm
• Skeleton Edition Ferrari Jean Todt: fountainpen.de/skeleton-ferrari-jean-todt.htm
• Übersicht Skeleton Editions: fountainpen.de/skeleton.htm
• Übersicht Artisan Editions (Bespoke): fountainpen.de/artisan.htm