Mehrfarbige Schieberstifte dieser Bauart – vier Farbminen in einem Metallkorpus, dazu ein abschraubbarer Kappenkopf, unter dem ein Röhrchen für Ersatzminen sitzt – führte Montblanc ab den 1930er Jahren im Programm, und ähnliche Konstruktionen wurden über Jahrzehnte gebaut. Die Materialangabe Alpacca auf dem Clip, also Neusilber, eine Kupfer-Nickel-Zink-Legierung ohne Silberanteil, grenzt die Entstehungszeit auf die 1930er bis 1960er Jahre ein.

Gefertigt wurden solche Stifte nicht im Montblanc-Werk selbst, sondern im Auftrag von Montblanc bei der Firma Fend, einem auf Bleistift- und Minenmechaniken spezialisierten Zulieferer. An der Originalität ändert das nichts, es erklärt aber, warum Aufbau und Mechanik von den hauseigenen Füllhaltern abweichen. Für die Wertermittlung gibt es keine Preisliste: Maßgeblich sind der Erhaltungszustand, die Vollständigkeit und Gängigkeit der vier Schiebermechaniken sowie die Preise, die für vergleichbare Stücke tatsächlich erzielt werden. Metallstifte dieser Art gelten als solide Gebrauchsware und erreichen nicht das Preisniveau zeitgleicher Meisterstück-Füllhalter.