Reißt oder bricht bei einem älteren 149 die zentrale Führungshülse des Kolbensystems, läuft die Führungsnase nicht mehr im Längsschlitz der Hülse. Der Mechanismus verdreht sich dann in sich, statt den Kolben axial zu bewegen, und der Halter zieht keine Tinte mehr. Für eine Reparatur wird üblicherweise vom Kolbendrehknopf her zerlegt; dieser sitzt mit einem Linksgewinde auf dem Kolben und löst sich normalerweise mit einem gabelförmigen Werkzeug und vorsichtigem Erwärmen. Ist er zusätzlich verklebt, bleiben Erwärmen, ein Bad in Kriechöl über Nacht und Ultraschall oft ohne Wirkung, und Aufsägen zerstört ein Teil, das kaum zu beschaffen ist.

In diesem Fall hilft eine Verstärkung von außen. Über das freie Ende der gebrochenen Hülse wird ein Messingring mit gestufter Bohrung geschoben, der mit einem etwa 0,5 Millimeter hohen Kragen axial an der Hülse anliegt und mit Epoxidharz verklebt wird. Damit sich der Ring über den Auflagesitz der Korkdichtung schieben lässt, wird dieser zuvor im Durchmesser verringert und anschließend über die gestufte Bohrung wieder auf sein ursprüngliches Maß gebracht. Die Breite des Rings richtet sich nach dem eingefahrenen Kolben; ein Axialspiel von etwa 0,3 Millimetern verhindert, dass der Kolben am Hubende blockiert. Damit sind Verdrehsicherung und voller Kolbenhub wiederhergestellt, ohne den verklebten Füllknopf zu opfern.