Während früher vor allem Kugelschreiber und Rollerballs nachgeahmt wurden, deckten die Fälscher bis 2004 nahezu das gesamte Sortiment ab. Betroffen sind Meisterstück-Kugelschreiber, -Rollerballs und -Füllhalter, wobei Kugelschreiber und Rollerballs weiterhin am häufigsten kopiert werden, ferner Bohème-Schreibgeräte, Lederwaren und Accessoires sowie Limited Editions, vor allem aus der Anniversary Edition und der Scott Fitzgerald Edition. Auch Uhren, namentlich Chronograph und Dual Time, und ältere Schreibgeräte der Monte-Rosa-Serie werden gefälscht.

Stichproben in Online-Auktionen ergaben 2004, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller angebotenen Montblanc-Artikel Fälschungen waren, wobei das Angebot stark schwankte. Auffällig war, dass nicht nur Verkäufer ohne Bewertungen Plagiate anboten, sondern auch gewerbliche Vielverkäufer. Gesamtwirtschaftlich wurde der Anteil gefälschter Ware am Welthandel damals auf rund zehn Prozent geschätzt; den Herstellern entgingen dadurch schätzungsweise zehn bis zwanzig Prozent ihrer Umsätze, und allein in Europa gingen etwa 100.000 Arbeitsplätze verloren.