Weil alte Schreibgeräte hohe Preise erzielen, rückten bereits Anfang der 2000er Jahre auch Modelle aus den dreißiger und vierziger Jahren in das Blickfeld der Fälscher. Das einfachste Verfahren besteht darin, irgendein altes Schreibgerät zu nehmen und es mit einem Montblanc-Stern zu versehen. Auch die typischen Imprints lassen sich fälschen: Es existieren nachgebaute Stempel, in Deutschland wie im Ausland, deren Abdrücke den Originalimprints nahezu vollständig entsprechen. Ein Teil dieser Arbeiten wird handwerklich sauber ausgeführt, offenbar von Juwelieren, und ist entsprechend schwer zu erkennen – wertlos bleibt das Ergebnis trotzdem.

Eine zweite Masche ist das sogenannte Tuning. Hier dient ein echtes altes Schreibgerät als Ausgangsbasis, das nachträglich aufgewertet wird, etwa durch ein Silber-Overlay. Besonders verbreitet ist diese Praxis bei Pelikan-Schreibgeräten. Da die so entstandene Ausführung ab Werk nie existiert hat, handelt es sich ebenfalls um eine Fälschung, auch wenn das Grundgerät original ist.