Der vermeintliche Preisvorteil eines Kaufs in den USA wird durch die Einfuhrabgaben meist aufgezehrt. Stand 2005 musste man mit rund 25 bis 30 Prozent zusätzlich zum Warenwert rechnen. Wichtig ist dabei, dass die Abgaben nicht nur auf den Warenwert, sondern auch auf die Versandkosten erhoben werden. Der zugrunde gelegte Wechselkurs ist zudem nicht der tagesaktuelle Marktkurs, sondern ein amtlich festgesetzter Umrechnungskurs, der monatlich bestimmt wird und vom Marktkurs eine Zeit lang um einige Prozent abweichen darf, bevor er korrigiert wird.
Hinzu kommen die höheren Versandkosten über den Atlantik und die Kosten des Geldtransfers; eine gewöhnliche Auslandsüberweisung ist dabei in der Regel deutlich günstiger als eine Zahlung über einen Bezahldienst. Wer aus den USA einführt, sollte alle diese Positionen vor dem Gebot zusammenrechnen und dem Preis im hiesigen Handel gegenüberstellen. Die genannten Sätze sind eine Größenordnung aus dem Jahr 2005; Zollsätze, Freigrenzen und Verfahren ändern sich, sodass vor einem Kauf die jeweils geltenden Bestimmungen zu prüfen sind.