Der StarWalker Resin gehört zu den schwierigsten Fällen: Von außen betrachtet lassen sich Original und Kopie praktisch nicht auseinanderhalten, weder im Ganzen noch mit abgeschraubter Kappe. Auf den Fotos einer Internetauktion ist die Fälschung nicht zu erkennen. Erst im direkten Vergleich mit einem gesicherten Original treten Unterschiede hervor.

Der schwebende Stern in der Kappe ist das erste belastbare Merkmal. Beim Original lässt er sich nicht direkt fokussieren — er sitzt unter der Kunststoffkuppel und wirkt dadurch optisch versetzt. Bei der Kopie ist er scharf zu fokussieren, und er hat nicht die typische Montblanc-Form, sondern ähnelt eher einem verdellten Kreis.

Das zweitwichtigste Merkmal ist der Clip. Auf der Unterseite des Original-Clips steht der Schriftzug „GERMANY metal Pix“; bei der Kopie fehlt er. Der Original-Clip ist geprägt, der Clip der Kopie aus einem Stück Blech gebogen — dadurch fehlt ihm auch die innere Prägung. Am Übergang zum Cliptropfen zeigt die Kopie eine deutliche Kante, wo das Original glatt verläuft.

Drittens die Clipseriennummer: Beim Original steht sie rechts neben dem Clip und ist mit einem Laser eingebrannt, weshalb sie grau erscheint. Bei der Kopie sitzt sie auf dem Clip, ist kaum sichtbar und wirkt eingeprägt. Als Faustregel gilt: Jede Kennzeichnung, die eingedrückt statt eingebrannt aussieht, gehört zu einer Fälschung.

Weitere Hinweise: Die Oberfläche des Schaftes fühlt sich bei der Kopie deutlich stumpfer an. Das Griffstück des Originals ist dunkler und die Prägung prägnanter. Beim Minenwechsel fällt auf, dass das Metallteil der Kopie länger ausgeführt ist — diese lange Variante hat Montblanc nur in der Anfangsphase verbaut. Bei den untersuchten Stücken erwiesen sich auch Mine und Geschenkverpackung als Kopie; der Stern auf der Schachtel sah dabei nicht wie ein Stern aus.