Spannungsrisse im Gewinde des Korpus sind bei Modellen wie dem 139 ein häufiger Schaden. Ein chemisches Verschweißen der Risse führt meist nicht zum Ziel: Die Naht bleibt deutlich sichtbar und wird selten dauerhaft dicht. Der naheliegende Austausch des kompletten Korpuseinsatzes hat wiederum den Nachteil, dass die charakteristischen langen dunklen Linien im Tintensichtfenster verloren gehen.

Eine bewährte Alternative ist eine aufgesetzte Gewindehülse. Dabei wird der gerissene Gewindeabschnitt abgetrennt und an den verbleibenden Korpus ein etwa 3,2 Millimeter langer, im Durchmesser reduzierter Bund gedreht. Auf diesen Bund wird eine passgenau gefertigte Gewindehülse aufgesetzt und mit Epoxidharz unter axialer Vorspannung verklebt, sodass eine belastbare Einheit entsteht. Bei einem Halter mit langem Sichtfenster bleiben die senkrechten Linien über die volle Länge erhalten, und die äußere Fuge fällt kaum auf.

Bei Füllhaltern mit kurzem Tintensichtfenster führt man die Überlappung des neuen Gewindeteils genauso lang aus wie das Sichtfenster selbst. Die äußere Naht endet dann am Übergang zum schwarzen, nicht transparenten Teil des Korpus und ist praktisch unsichtbar. Die Arbeit setzt eine Drehbank und Erfahrung mit historischen Materialien voraus und gehört deshalb in eine spezialisierte Werkstatt.