Schreibgeräte aus der ehemaligen DDR genießen unter Sammlern einen zwiespältigen Ruf: Manche halten sie für billige Massenware, andere schätzen sie als ausgesprochen kultig. Bei genauerer Betrachtung bestechen die DDR-Füllhalter durch eine eigenständige Designsprache, ein gutes Schreibverhalten und nahezu unverwüstliche Alltagstauglichkeit.
Zu den wichtigsten Modellen der Marke Heiko zählen der Heiko Junior, ein klassischer Schulfüllhalter mit einer überzeugenden Stahlfeder, und der Heiko Sprint, ebenfalls ein Schulfüllhalter; beide wurden bis zur Wende produziert und sind heute noch relativ häufig zu finden. Der Heiko Primus gilt als der "Mercedes" unter den DDR-Füllhaltern und überzeugt durch eine zeitlose Form, wie sie auch westliche Hersteller in den 1980er Jahren bevorzugten. Der Heiko Trend zielte auf eine ältere, gehobenere Zielgruppe als Sprint und Junior, blieb aber unter dem Niveau des Primus. Der Heiko Filius ist das älteste der hier vorgestellten Modelle, gilt als rar und kam unter anderem in den Varianten lila-marmoriert und grün-marmoriert auf den Markt. Daneben sind aus dem Heiko-Programm der Heiko 444, der Heiko P401 sowie ein nicht eindeutig benennbares Modell aus den 1960er Jahren bekannt.