Die bicolore Goldfeder des Meisterstücks 149 wurde im Lauf der Zeit unterschiedlich dekoriert. Bei einer älteren Ausführung ist der Federkörper außen gelbgolden, während allein der mittlere Bereich um den Federschlitz platiniert ist. Eine neuere Gestaltung greift dagegen das Vorbild der historischen Montblanc-Federn auf, bei denen ein schmaler silberfarbener Streifen als Intarsie in das Gelbgold eingelegt war.
Die verbreitete Vermutung, die jüngere Variante spare aus Kostengründen Platin ein, trifft nach Sammlerangaben nicht zu. Ein schmaler, sauber abgesetzter Streifen ist in der Herstellung eher aufwendiger als eine flächige Platinierung der Federmitte. Der Wechsel ist also gestalterisch begründet und als Anlehnung an die frühen Federn zu verstehen.
Für den Wert eines 149 spielt die Dekorvariante eine untergeordnete Rolle; maßgeblich sind Zustand, Baujahr, Federbreite und Vollständigkeit. Wer zwischen mehreren Ausführungen wählt, entscheidet deshalb am besten nach dem eigenen Geschmack und vor allem nach dem Schreibverhalten der Feder.