Die Modelle 22 und 24 wurden etwa zwischen 1960 und 1970 gebaut, das Modell 262 mit Durchschreibfeder stammt aus der Mitte der 1950er Jahre. Bei der Bestimmung hilft der Kappenring: Die Modellnummer ist dort eingeprägt, sofern sie nicht durch Politur oder jahrzehntelangen Abrieb verloren gegangen ist.

Beide Baureihen gehören in eine Zeit, in der Montblanc noch ein ganz normaler Schreibgerätehersteller war und ähnlich wie Pelikan das gesamte Spektrum vom einfachen Alltagsfüllhalter bis zum Meisterstück anbot. Entsprechend wurden diese Modelle in großen Stückzahlen gefertigt und sind bis heute regelmäßig im Gebrauchtmarkt zu finden. Ein hoher Sammlerwert ist damit nicht verbunden. Wer einen Anhaltspunkt für den Preis eines 262 sucht, orientiert sich am besten an tatsächlich erzielten Preisen des eng verwandten 252, der häufiger angeboten wird und deshalb als Vergleichsmaßstab taugt. Der eigentliche Wert solcher Stücke liegt in aller Regel in ihrer Familiengeschichte und nicht im Marktpreis.