Bei Montblanc selbst nicht. Der Hersteller hält für Schreibgeräte außerhalb der Meisterstück-Linie, die länger als zehn Jahre aus der Produktion sind, weder Ersatzteile noch Federn vor. Für einen 342 — einen etwas gehobeneren Schulfüllhalter der dritten Serie — ist ein Federtausch im Werk deshalb nicht zu bekommen.
Der übliche Weg führt über Sammler und Restauratoren, die gebrauchte Originalfedern vorrätig haben. Eine passende Feder für den 342 kostete Mitte der 2000er-Jahre zwischen etwa 50 und 100 Euro. Gibt man die vorhandene Feder in Zahlung, werden erfahrungsgemäß rund 25 bis 33 Prozent angerechnet, bei wenig gefragten Breiten eher weniger. Das gilt besonders für eine OM-Feder, also eine schräg geschliffene Mittelfeder, die nur selten gesucht wird und sich deshalb schlecht weiterverkaufen lässt.
Für das Bestimmen und Einordnen der Montblanc-Schreibgeräte zwischen 1946 und 1979 gilt das Buch „Collectible Stars“ von Jens Rösler und Stefan Wallrafen als Standardwerk; dort sind die meisten Modelle dieser Jahre beschrieben und abgebildet. Es hilft auch bei der Frage, welche Modelle in einem bestimmten Zeitraum gebaut wurden, wenn man gezielt ein Stück aus einem Jahrgang sucht.