Bei den alten Kolbenfüllhaltern steht die Modellbezeichnung als Imprint auf dem Kolbendrehknopf am Schaftende. Dort finden sich Nummern wie 132, 134, 136, 138 oder 139, die für die klassischen Baureihen der 1930er bis frühen 1950er Jahre stehen. Das Imprint ist durch jahrzehntelangen Gebrauch häufig abgerieben und bei direktem Licht kaum zu erkennen; hält man den Schaft schräg ins Streiflicht, wird es meist wieder lesbar. Ergänzend helfen die Punzierung der Feder, die Größe des Halters und die Gestaltung der Kappenringe bei der Zuordnung.

Erst wenn das Modell feststeht, ist eine Wertermittlung möglich. Üblich und unter Sammlern verbreitet ist der Abgleich mit tatsächlich erzielten Verkaufspreisen vergleichbarer Exemplare in vergleichbarem Zustand, wobei Risse, Funktion des Kolbens, Zustand von Feder und Iridiumkorn sowie Vollständigkeit den Ausschlag geben. Wertbestimmungen gegen Gebühr werden zwar angeboten, kosten aber in vielen Fällen mehr, als das Schreibgerät wert ist; sie sind deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei sehr seltenen Stücken oder wenn ein Wert gegenüber einer Versicherung belegt werden muss.