Montblanc hat seine Schreibgeräte immer wieder in Details verändert, und der 149 macht davon keine Ausnahme; dasselbe gilt für die übrigen Meisterstücke. Zu den mehrfach überarbeiteten Punkten gehört auch das Kappengewinde, sodass Kappen aus verschiedenen Fertigungsperioden trotz gleicher Modellnummer nicht zwangsläufig untereinander passen.

Das ist kein Mangel, keine Reparaturspur und kein Hinweis auf eine Fälschung, sondern eine normale Folge der langen Bauzeit. Praktisch bedeutet es, dass eine Ersatzkappe aus derselben Periode stammen muss wie der Halter. Wer eine Kappe blind nachkauft, riskiert, dass sie nicht oder nur schwergängig greift, und wer ein unpassendes Gewinde mit Kraft zudreht, beschädigt Kappe und Schaft dauerhaft.

Für den 149 existieren Sammlerübersichten, die die Änderungen an Feder, Tintenleiter, Kappenring, Kolbenmechanik und Gewinde nach Jahren auflisten. Sie sind das zuverlässigste Hilfsmittel, um ein Exemplar zu datieren und passende Teile zu finden.