Vermeil bezeichnet massives Sterlingsilber mit Vergoldung. Dieses Material hat eine unangenehme Eigenschaft: Nach Gebrauch und längerer Lagerung läuft das Silber unter der Goldauflage an, sodass sich fleckige Verfärbungen auf der Oberfläche abzeichnen. Mit Silberputzmitteln lassen sie sich vorübergehend entfernen, sie kehren aber wieder. Das hat dem Ruf der Baureihe geschadet und war ein wesentlicher Grund für die Umstellung: Die Solitaire-Modelle mit Fadenguilloche werden seit einigen Jahren nicht mehr in Vermeil, sondern in einer vergoldeten Ausführung mit Messingkern gefertigt. Preis und Erscheinungsbild blieben gleich, sodass der Übergang fließend war; objektiv änderte sich der Materialwert, subjektiv die empfundene Wertigkeit.
Die Barleycorn-Ausführungen mit Korn-Guilloche wurden bereits 1999 sowohl in Sterlingsilber als auch in Vermeil ganz eingestellt, wegen der viel geringeren Nachfrage und weil eine ähnliche Guilloche für eine Limited Edition zum Firmenjubiläum verwendet wurde. Zwei parallele Vermeil-Linien sprachen ohnehin dieselbe Zielgruppe an. Vergoldete Schreibgeräte waren in Europa in dieser Zeit generell schwer verkäuflich, weshalb sich Vermeil-Stücke bei manchen Händlern noch lange in den Schubladen hielten. Für Sammler heißt das: Die Vermeil-Ausführungen sind seltener als die optisch gleichen vergoldeten Nachfolger und lassen sich an der Silberpunze von ihnen unterscheiden.