Zum Füllen wird der Kolbendrehknopf bis zum Anschlag aufgedreht, die Feder anschließend etwa zu drei Vierteln in die Tinte getaucht und der Knopf wieder vollständig zugedreht. Danach lässt man sechs bis acht Tropfen zurück in das Glas laufen, um überschüssige Tinte aus dem Tintenleiter zu spülen. Erst dann wird der Halter mit der Feder nach oben aus dem Glas genommen.
Dass in der Mulde am schnabelförmigen Ende des Tintenleiters danach noch ein deutlicher Tropfen steht, ist normal und kein Zeichen für einen Fehler beim Füllen. Wer das stört, tupft Feder und Tintenleiter von oben und unten mit einem saugfähigen, fusselfreien Papiertaschentuch ab. Das Abstreifen der Feder am Rand des Tintenglases ist unter Sammlern unüblich: Es verteilt die Tinte eher, als sie aufzunehmen, und bringt die weiche Goldfeder ohne Not mit der harten Glaskante in Berührung. Bei einer Bicolor-Feder sollte außerdem auf Polierleder verzichtet werden, weil die helle Platinierung dabei nach und nach durchgerieben werden kann.