Artikelstandort, deutschsprachige Beschreibung und inländische Versandkosten sind kein Echtheitsnachweis. Bereits Mitte der 2000er Jahre traten Verkäufer mit deutscher Adresse auf, die ihre Ware unmittelbar aus fernöstlichen Fälscherwerkstätten bezogen und dabei eine sachlich korrekt klingende, unauffällige Artikelbeschreibung verwendeten. Die auffälligen Angebote unmittelbar aus China waren zu diesem Zeitpunkt bereits rückläufig, weil sie zu leicht zu durchschauen waren.

Ein brauchbares Indiz liefert die Herkunft der Bilder. Werden die Produktfotos nicht auf der Handelsplattform selbst, sondern auf einem fremden Server vorgehalten, lässt sich das an der Bildadresse im Quelltext der Angebotsseite ablesen; verweist diese auf einen ausländischen Großhändler, stammt die Ware mit hoher Wahrscheinlichkeit von dort. Ebenso aufschlussreich ist, ob dasselbe Foto bei zahlreichen weiteren Anbietern auftaucht, denn dann handelt es sich um Katalogmaterial und nicht um das tatsächlich angebotene Stück. Seriöse Verkäufer fotografieren das konkrete Schreibgerät selbst, zeigen Feder, Clip und Kappenringe in Großaufnahme und beantworten Detailfragen ohne Ausweichen.