Nein. Der 144 Classique, das kleine Meisterstück, das mit Patrone oder Konverter betrieben wird, ist über Jahrzehnte in sehr großen Stückzahlen gebaut und um das Jahr 2000 eingestellt worden. Das Produktionsende allein erzeugt keine Knappheit: Der Gebrauchtmarkt ist reichlich versorgt, und die Preise bewegen sich seit Jahren auf moderatem Niveau.

Wertsteigerungen ergeben sich bei Schreibgeräten fast ausschließlich aus Seltenheit — aus einer kleinen Auflage, einer besonderen Ausführung in Edelmetall, einem ungewöhnlichen Federschliff oder einem historisch bedeutsamen Modell in gutem Originalzustand. Massenmodelle wie der 144 fallen in keine dieser Kategorien, so geschätzt sie als Gebrauchsschreibgeräte auch sind.

Eine Sammlung normaler Montblanc-Schreibgeräte taugt deshalb nicht als Geldanlage; wer eine Rendite sucht, ist mit klassischen Anlageformen besser bedient. Gesammelt werden sollte aus Freude am Objekt — und in dieser Hinsicht gehört der 144 als Klassiker durchaus in jede Montblanc-Sammlung.