Aeltere Fuellhalter aus Zelluloid sollten bei laengerer Lagerung etwa alle drei Monate mit Wasser befuellt werden; ein Teil des Wassers verschwindet dabei sichtbar, wird teils ueber Kondensation abgegeben und teils vom Zelluloid aufgenommen, was die Lebensdauer verlaengert. Schreibgeraete aus Zelluloid und Hartgummi sind grundsaetzlich vor Licht, insbesondere Sonnenlicht, zu schuetzen, da das Material sonst altert; Zelluloid war der erste industrielle Kunststoff und neigt zur Selbstzersetzung, wie man sie auch von alten Filmrollen kennt. Hartgummi war historisch nur eingeschraenkt einfaerbbar, weshalb fast alle vorzelluloidigen Schreibgeraete schwarz sind, waehrend Zelluloid kraeftige bunte Farben ermoeglichte. Fuellhalter neuerer Bauart, insbesondere ab etwa 1960, koennen leer gelagert werden, sollten aber zuvor mit Wasser durchgespuelt werden, damit eingetrocknete Tinte die Dichtlippe des Kolbens beim spaeteren Gebrauch nicht beschaedigt. Zelluloid- und Hartgummi-Fuellhalter duerfen keinesfalls in ein Ultraschallbad gelegt werden, da sich die Farbe loesen kann; auch Polituren sind zu meiden, weil viele Mittel die Oberflaeche aufweichen. Hartgummi laesst sich pflegen, indem man ihn mit Olivenoel oder Waffenoel wie Ballistol einreibt, wodurch die Oberflaeche wieder dunkler wird. Zur Materialunterscheidung gilt, dass Zelluloid meist sehr bunt und kraeftig gefaerbt ist, waehrend Hartgummi gedeckte Toene wie schwarz, dunkelrot oder selten orange zeigt und unter Lichteinfluss graubraun bis rehbraun verfaerben kann; eine sichere Identifikation gelingt nur ueber eine Brennprobe, die bei einem ganzen Fuellhalter aber nicht in Frage kommt, weil Zelluloid extrem brennbar ist.