Die richtige Antwort haengt vor allem vom Material des Kolbens ab. Bei Fuellhaltern mit Plastikkolben, also typischerweise Modellen ab den 1960er Jahren, kann das Schreibgeraet nach gruendlicher Reinigung problemlos leer gelagert werden. Bei Korkkolben ist zu unterscheiden, ob der Kork neu erneuert wurde; ein frisch eingebauter, in Wachs getraenkter Kork bleibt auch jahrelang dicht, ohne Wasserbefuellung. Aelterer, bereits genutzter Kork sollte ebenfalls trocken gelagert werden, da auch destilliertes Wasser auf Dauer Bakterien beguenstigen kann, was im Extremfall zu Schimmel auf Kork oder Zelluloid fuehrt. Soll der Fuellhalter spaeter wieder benutzt werden, genuegt es, ihn einige Tage vor dem Einsatz mit Wasser zu fuellen, damit der Kork wieder quillt. Tinte gilt als das schaedlichste, was einem Fuellhalter zugefuehrt werden kann; deshalb empfiehlt es sich, Schreibgeraete vor der Lagerung komplett zu zerlegen, eine neue Korkdichtung oder einen neuen Tintensack einzubauen, die Einzelteile mindestens eine Woche in Wasser zu lagern und ausschliesslich destilliertes Wasser zur Befuellung zu verwenden. Zum Test der Federgaengigkeit reicht es, die Feder kurz in Tinte zu tauchen; der Tintenleiter saugt genug fuer eine Schreibprobe an. Fuellhalter mit Polyethylen-Dichtung, von Montblanc ab dem Modell 252 verbaut, also ab den 1960er Jahren, benoetigen keine Feuchtigkeit zur Lagerung.