Das trifft zu. Bei den älteren Solitaire-Ausführungen wurde 925er Sterlingsilber verarbeitet, bei der Vermeil-Variante zusätzlich vergoldet. Vergleichbare Modelle aktueller Produktion bestehen stattdessen aus vergoldetem Messing. Der Unterschied ist an einem gebrauchten, nicht frisch polierten Stück gut zu sehen: Silber läuft mit der Zeit an, zuerst in den Vertiefungen der Guilloche und an den Übergängen zu den Ringen, wo sich leichte Verfärbungen zeigen. Mit einem weichen Tuch lassen sie sich wieder entfernen.

Für die Kaufentscheidung heißt das vor allem, zwischen Materialwert und Pflegeaufwand abzuwägen. Die älteren Silberstücke müssen regelmäßig aufpoliert werden, die neueren Messingausführungen sind pflegeleichter, bieten aber keinen Edelmetallanteil. Anlaufen betrifft im Übrigen nicht nur Silber, sondern auch die vergoldeten Oberflächen älterer Serien wie Nikolai und Ramses. Ein weiterer Gesichtspunkt zugunsten älterer Stücke sind die Oberflächen selbst: Bestimmte Ausführungen, etwa die Korn-Guilloche, werden nicht mehr hergestellt und sind nur noch gebraucht zu bekommen.