Ein großer Teil der auf Auktionsplattformen angebotenen Fälschungen stammt aus billiger Massenfertigung und lässt sich bereits an Kleinigkeiten erkennen. Ein zuverlässiges Merkmal sind die Kappenringe: Bei diesen Stücken weisen die Ringe häufig eine oder zwei Kerben beziehungsweise sichtbare Stoßstellen auf, an denen der Ring nicht sauber geschlossen ist. Beim Original ist das nie der Fall; dort sind die Ringe rundum gleichmäßig gearbeitet, sauber graviert und ohne Absatz in den Korpus eingelassen. Hinzu kommen meist unsauber eingeschlagene Imprints, ein schief oder unregelmäßig sitzender Stern, ein zu geringes Gesamtgewicht und billig wirkende, oft zu gelbliche Beschläge.

Solche Fälschungen werden im Herstellungsland für etwa einen Euro produziert und in Europa zu Preisen echter Schreibgeräte weiterverkauft. Wer ein Angebot prüfen will, verlangt scharfe Detailaufnahmen von Kappenring, Clipbefestigung, Stern, Feder und Imprint; werden zusätzliche Bilder verweigert oder nur Katalogfotos gezeigt, ist Zurückhaltung angebracht. Bei aufwendigeren Fälschungen versagen diese Schnellprüfungen allerdings, denn deren Merkmale werden laufend verbessert. Dann hilft nur der unmittelbare Vergleich mit einem gesicherten Original oder eine Prüfung durch den Hersteller.