Als Faustregel gilt: Steht auf einem Safety-Füllhalter nirgends Montblanc, ist in aller Regel auch kein Montblanc drin. Zu prüfen sind Schaft, Kappenkopf, Clip und Feder. Anfang des 20. Jahrhunderts stellten weltweit sehr viele Hersteller Sicherheitsfüllhalter her; allein in Deutschland gab es mehr als zwei Dutzend Marken, von denen heute nur wenige bekannt sind und noch weniger existieren. Eine Feder mit der Prägung „Warranted 14 ct“ und dem klassischen herzförmigen Luftloch sagt über die Herkunft nichts aus, denn solche Federn wurden zugekauft und von zahlreichen Firmen verwendet. Ein schlichter schwarzer Kappenkopf ohne Stern und ein neutraler Clip sprechen ebenfalls gegen Montblanc.

Erschwerend kommt hinzu, dass Montblanc nach Sammlerangaben auch Zweit- und Untermarken fertigte, die den Markennamen nicht tragen; in der Sammlerliteratur werden dafür Namen wie Tatra, Gedania, Reflex oder Diplomat genannt. Sie zuverlässig zuzuordnen, gelingt nur mit einschlägiger Literatur – als Standardwerk für historische Montblanc-Schreibgeräte gilt das „Diary“ von Jens Rösler, das als lohnendste Anschaffung für dieses Sammelgebiet angesehen wird. Eine sichere Bestimmung anhand von Fotos ist meist nicht möglich; im Zweifel muss ein Fachmann das Stück in die Hand nehmen. Häufig bleibt es am Ende bei einem Halter eines No-Name-Herstellers.