Für verbreitete Serienmodelle wie das Meisterstück 144 gibt es keinen festen Marktpreis. Belastbar ist allein der Blick auf tatsächlich erzielte Preise vergleichbarer Stücke über einen längeren Zeitraum; gerade der 144 wird als Standardschreibgerät so häufig gehandelt, dass sich daraus ein recht genaues Bild ergibt. Die Preise schwanken dabei erheblich: In den Sommermonaten sowie um Weihnachten und Neujahr liegen sie tendenziell niedriger, und auch die allgemeine Wirtschaftslage schlägt spürbar durch. Wer nicht unter Zeitdruck steht, beobachtet den Markt deshalb einige Wochen, bevor er verkauft.
Die verbreitete Faustregel, ein gebrauchter Füllhalter bringe etwa ein Viertel des Neupreises, führt in die Irre, weil sie den historischen Kaufpreis mit dem heutigen Ladenpreis vergleicht. Montblanc hat die Listenpreise über die Jahre mehrfach angehoben; ein Modell, das Stand 2008 rund 350 Euro kostete, lag einige Jahre zuvor deutlich darunter. Wer ein Schreibgerät Ende der 1990er Jahre erworben hat, erzielt gebraucht deshalb häufig fast wieder den damaligen Kaufpreis, selbst nach jahrelangem Gebrauch. Beim 144 ist die Nachfrage allerdings gedämpft, seit der größere 145 auf den Markt kam; dafür war er auch in der Anschaffung erheblich günstiger.