Moin Corina,
soweit ich weiss, gibt es von Cartier wirklich keine Oblige Federn. Die M- und F- Federn sind aber so rund geschliffen, dass man auch als "Schiefschreiberin" damit schreiben können müsste. Jedoch dürfte die B-Feder von Cartier dafür eher ungeeignet sein, weil sie flacher geschliffen ist und dadurch würde jemand, der besser mit einer Oblige Feder schreiben müsste, die Feder auf die linke Kante setzen, was zur Folge hat, dass die Feder kratzt und der Tintenfluss abreisst.
Wenn Du mit Deinem Pascha mal zu Leo gehst, könnte er Dir evtl. die Feder nachschleifen und die scharfe Ecke wegnehmen. Ich weiss, Leo beschäftigt sich eigentlich nicht mit "son modernes Zeugs", aber wenn Du sagts, dass ich Dich an ihn verwiesen habe, könnte das helfen. ;-)
Bezüglich Deines Chopin(?) könnte es zukünftig Probleme geben, wenn die "Fehlstellung" der beiden Federschenkel noch mehr auseinander geht. Dann könnte auch hier das Kratzen anfangen und der Tintenfluss abreissen. Allerdings würde sich die Feder dann an der Innenseite des rechten Federschenkels im Papier verfangen und nicht außen, wie (vermutlich) beim Pascha.
Ohne jedoch genau zu sehen, wie Du den Füllfederhalter beim Schreiben hältst, kann ich nicht sagen, ob die Montblanc Verkäuferin in der Boutique oder die andere Dame Recht hat. Vielleicht liegen ja beide nicht so falsch, denn manchmal ist die Schräghaltung anfangs nicht so stark und machmal dreht man während des Schreibens noch mal nach - wie gesagt, das könnte ich nur beantworten, wenn ich Dich beim Schreiben beobachte. Wenn sich aber die Federschenkel schon nach relativ kurzem Gebrauch deutlich sichtbar verschoben haben, dann ist die Aussage der Montblanc Verkäuferin zumindestens "bedenklich".
Mit besten Grüßen,
Axel