Ein 136er mit Silber-Overlay ist mit großer Zurückhaltung zu betrachten. Nach Sammlerangaben hat Montblanc dieses Modell nicht in einer Mischung aus Silber- und Goldteilen angeboten; naheliegend ist vielmehr, dass ein gewöhnlicher 136er nachträglich mit einem fremden oder eigens angefertigten Overlay versehen wurde – im Sammlerjargon eine Bastelarbeit.
Ein zusätzliches Indiz liefert die Punze: Bei deutschen Schreibgeräten aus der Entstehungszeit des 136ers war 900er Silber üblich, eine 925er-Punze deutet deshalb auf eine spätere Fertigung des Overlays hin und nicht auf eine Werksausführung. Ähnlich zu bewerten sind Materialkombinationen, die in keiner Katalogausführung vorkommen, sowie ungenaue Passungen an Übergängen und Ringen. Für den Sammlerwert ist das erheblich: Auch sauber ausgeführte, nachträglich aufgebrachte Overlays mindern den Wert deutlich, weil die Originalität des Stücks nicht mehr gegeben ist. Eine sichere Beurteilung setzt voraus, dass das Schreibgerät in die Hand genommen wird; Fotos aus Verkaufsangeboten reichen dafür meist nicht aus.