Noten-Federn wurden in den 1930er Jahren entwickelt. Typisch ist eine breite, aber flach geschliffene Feder, mit der sich dünne und breite Linien und damit kalligrafische Effekte erzielen lassen. Das auffälligste Merkmal ist die doppelt geschlitzte Feder mit zwei Luft- beziehungsweise Herzlöchern; die doppelte Schlitzung führt annähernd die doppelte Tintenmenge nach vorn an das Federkorn.

Ausgelegt sind diese Federn auf das Schreiben mit sehr leichtem oder gar keinem Druck, weshalb Aussetzer kaum vorkommen. Drückt man stärker auf, steigt der Tintenfluss merklich und das Schriftbild wirkt deutlich lebendiger als bei normalen Federn. Zu viel Druck sollte man dennoch vermeiden: Durch die doppelte Spaltung ist die Feder zwar flexibler, verbiegt sich aber auch schneller. Wegen des scharfen Schliffs verkantet sie zudem leicht, so dass sich diese Halter für Schreiber, die schon mit OM-Federn Mühe haben, nicht eignen. In Montblanc-Füllhaltern wurden Noten-Federn nur selten verbaut; belegt ist unter anderem ein Montblanc 344 N von etwa 1957 bis 1960.