Ein freundliches Hallo!
Mir ist ein Montblanc Kugelschreiber Nr. 18 aus ca. 1968 in die Hände gefallen. Er war mit einer Montblanc Riesenmine bestückt und zwar die Version mit der schlanken Spitze (ca. 1,8 mm Durchmesser). Die Mine war ausgetrocknet, Ersatz gibt es m. W. nicht mehr.
In diversen Foren wird propagiert eine G1-Mine zu verwenden, die allerdings zu kurz ist und die Hebelmechanik des KG außer Kraft setzt. Ein Adapters kann hier Abhilfe schaffen, aber woher diesen Adapter nehmen? Es ist ganz einfach: Die alte "Riesenmine" selbst liefert ihn. Man muss dazu nur das blaue Kunststoffendstück abziehen, von Ölresten befreien und auf die ungekürzte(!) G1-Mine aufstecken. Wenn sich zeigen sollte, dass die G1-Mine zu weit in das Endstück eintaucht und deswegen die Spitze der Mine nicht weit genug aus der Kugelschreiberspitze heraustritt, dann einfach in die Bohrung des Kunststoffendstücks etwas Watte fest hinein stopfen bis die richtige Gesamtlänge erreicht ist. Das Wattestopfen muss nur einmal vorgenommen werden und passt damit das Kunststoffendstück endgültig an, auch für spätere Minenwechsel.
Was lernen wir daraus? Niemals alte Riesenminen mit der schlanken Spitze einfach wegwerfen, sondern die Kunststoffenden bewahren und eventuell auch anderen anbieten.
In der Zeit, als der Kugelschreiber Nr. 18 auf dem Markt war, gab aus auch die Nummern 28, 38 und weitere in andere Ausführungen.
Der Vollständigkeit halber: Die G1-Mine hat einen Spitzendurchmesser von 1,6 mm, die "Riesenmine" einen von gemessenen 1,8 mm, was bedeutet, dass die Ersatzlösung 0,2 mm Spiel in der Öffnung der Kugelschreiberspitze hat. Meine Schreibversuche haben ergeben, dass dies kein Problem darstellt.
Ich hoffe, hiermit geholfen zu haben.
Tore