hallo,
ich glaube mal bei aller bescheidenheit, wir alle hier, die wir gerne mit montblancs schreiben, werden nicht am hungertuch nagen. ich schätze schon, dass viele zumindest als "besser verdienend" bezeichnet werden können.
denn selbst schreibgeräte, die wir hier als "günstig" bezeichnen - zum beispiel einen 146er - empfinden andere wohl als "sehr teuer", denn fairerweise muss man auch sagen, dass wir ja auch mit füllfedern von lamy für 20 EUR schreiben könnten. den eindruck, dass viele menschen leute, die montblanc-schreibgeräte sammeln oder auch nur verwenden, für "reich" halten, kann ich also grundsätzlich einmal nachvollziehen.
wenn ich auf der uni in vorlesungen mitschreibe, bin ich auch der einzige, der mit montblancs schreibt. zum glück studiere ich aber keine "links"-wissenschaft, sodass ich zum glück nicht blöd angeguckt werde. freunde finden es trotzdem übertrieben, dass ich mit meinen 23 jahren nur mit montblancs schreibe. da hört man dann so sätze wie "ein bic für 1,5 EUR tut es doch auch". es können eben nicht alle leute nachempfinden, dass montblanc eine gewisse "kultur" ausstrahlt.
im endeffekt ist es sicher auch eine frage, wie man reich definiert. jemand, der im monat für eine 5-köpfige familie 1.400 EUR zur verfügung hat (als beispiel), der wird es leicht als "reich" empfinden, wenn jemand mit einer 600 EUR-füllfeder schreibt. man muss auch immer die subjektive sichtweise der anderen betrachten bzw. beachten. "normal" (absichtlich unter anführungszeichen) ist es wohl wirklich nicht, mit mehr oder weniger teuren schreibgeräten zu schreiben, denn bei aller wertschätzung bleibt ein schreibgerät im grunde auch nur ein schreibgerät.
wir wissen, dass das anders ist ;)
mfg
stefan