Nein. Das Fehlen des Imprints ist für sich genommen kein Fälschungsmerkmal. Die Modellbezeichnung wurde nur flach in Schaft oder Kappe geprägt; Handschweiß, jahrzehntelanger Gebrauch und vor allem späteres Aufpolieren lassen sie mit der Zeit verschwinden. Bei vielen erhaltenen Vorkriegs- und Nachkriegsmodellen ist sie nur noch bei streifendem Licht zu erahnen oder ganz verschwunden.

Die Bestimmung läuft deshalb über andere Merkmale: die Federprägung (585 beziehungsweise 14 C für 14-karätiges Gold, dazu die charakteristische Herzlochform), Länge und Durchmesser, die Ausführung des Füllsystems, die Form von Clip und Kappenring sowie die Farbe und Art des Materials. Ein schwarzer Kolbenfüller dieser Bauart mit 585er-Herzlochfeder und Gravur auf der Kappe gehört nach Sammlerangaben typischerweise in die Reihe um das Modell 234½.

Wer Gewissheit will, legt einem erfahrenen Sammler oder Restaurator aussagekräftige Aufnahmen vor: Feder von beiden Seiten, Kappenring, Schaftende und eine Gesamtansicht mit Maßstab. Eine Ferndiagnose allein anhand des fehlenden Imprints ist dagegen wertlos.