Ein deutliches Spiel des Kolbendrehknopfs ist bauartbedingt und kein Verschleiß. Bei einem 146 sind rund 340 Grad, also nahezu eine volle Umdrehung, üblich, bevor sich der Kolben tatsächlich zu bewegen beginnt. Bei älteren Modellen fällt der Leerweg noch größer aus; an einem 149 aus den 1950er Jahren können es mehrere vollständige Umdrehungen sein.

Der Grund liegt in der Konstruktion: Die ersten Umdrehungen lösen zunächst den Drehknopf vom Gewinde am Schaftende, erst danach greift die eigentliche Kolbenmechanik. Beide Bewegungen sind bewusst voneinander getrennt, damit nicht gleichzeitig Gewinde und Kolben bewegt werden und der unterschiedliche Widerstand spürbar bleibt. Nachstellen lässt sich daran nichts, die Mechanik bietet keine Einstellmöglichkeit; ein gebraucht gekaufter Füllhalter ist deswegen also nicht ausgeleiert. Aufmerksam werden sollte man erst, wenn der Kolben schwergängig läuft, sich überhaupt nicht mehr bewegen lässt oder Tinte in den Schaft austritt – dann ist die Dichtung fällig, was eine Werkstattarbeit ist.