Keines der drei Merkmale taugt als Echtheitskriterium. Seriennummern führte Montblanc erst Anfang bis Mitte der 1990er Jahre ein; ältere Schreibgeräte tragen keine. Der „Pix“-Schriftzug auf der Rückseite des Clips findet sich ebenfalls nur bei einem Teil der Produktion – von zwei unbestritten echten Exemplaren desselben Modells kann eines ihn tragen und das andere nicht. Und die Modellnummer steht beim 144er grundsätzlich nicht auf dem Kappenring: Dort ist neben dem Schriftzug „Montblanc – Meisterstück“ schlicht kein Platz. Bei größeren Modellen wie dem 149er ist die Nummer dagegen zu finden, bei zugehörigen Kugelschreibern wie dem 161er wiederum oft nicht.

Das 144er zählt zu den am häufigsten gefälschten Meisterstücken, entscheidend ist aber die Feder: Eine überzeugende Nachbildung der Montblanc-Federn ist bislang niemandem gelungen. Typische Fälschungsfedern verraten sich durch Beschriftungen wie „Iridium point“, die Montblanc nicht verwendet.

Zwei praktische Hinweise für ältere Stücke: Haarrisse am Kappenkopf sind ein verbreiteter Altersschaden, gebrauchte Originalkronen waren dafür für wenige Euro zu bekommen (Stand 2007). Und zum Ab- und Aufschrauben der Kappenkrone nimmt man am besten ein etwa fünf Zentimeter langes Stück PVC-Schlauch mit sieben Millimetern lichter Weite; es greift sauber und überträgt genug Kraft, ohne den Kappenkopf zu beschädigen.