Die Carrera-Serie wurde von Montblanc zwischen 1971 und 1979 gebaut. Es handelte sich um Schulschreibgeräte, also um preiswerte Einstiegsmodelle, die seinerzeit etwas über dem Preisniveau der vergleichbaren Pelikan-Schulfüllhalter lagen. Dass ein ungebrauchtes Stück erst Jahrzehnte später aus einem Lagerbestand auftaucht, kommt vor: Solche Schreibgeräte werden als „new old stock“ gehandelt und erzielen etwas mehr als benutzte Exemplare, ihr Herstellungsdatum ändert sich dadurch aber nicht.
Für die Einordnung ist wichtig, dass sich Montblanc erst ab 1991 konsequent als Luxusgüterhersteller positioniert hat. Davor umfasste das Programm, ähnlich wie bei Pelikan oder Lamy, alles vom Schulfüllhalter bis zum Meisterstück. Ein Carrera ist deshalb kein Luxusprodukt, nur weil Montblanc daraufsteht.
Entsprechend niedrig liegen die Preise: Die Reihe wurde in Massenproduktion gefertigt, das Angebot ist bis heute groß und der Interessentenkreis klein, weil vielen Sammlern die 1970er Jahre noch zu jung sind. Für Druckbleistifte der Serie wurden 2015 etwa 30 bis 45 Euro erzielt. Nach Sammlerangaben waren Carrera-Füllhalter in den 1990er Jahren noch für unter 20 DM zu bekommen, das Niveau hat sich seither etwa vervierfacht. Als Alltagsschreibgerät ist ein Carrera gut nutzbar, als Wertanlage taugt er nicht.