Pelikan veroeffentlichte 1984 als Rueckbesinnung auf alte Werte ein kleines Heft im Format 13,5 mal 23,5 Zentimeter mit historischen Reklamemarken, deren Originale um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erschienen. Das Heft enthaelt drei Boegen mit jeweils zwoelf verschiedenen Siegelmarken in Stilrichtungen wie Jugendstil, Expressionismus, Futurismus und Art Deco; teils handelt es sich um Plakatentwuerfe damaliger Grafiker und Maler. Reklamemarken, gelegentlich auch als Siegelmarken bezeichnet, hatten ihre Hochphase zwischen Anfang der 1890er Jahre und 1914 und wurden in Millionenauflagen in Deutschland gedruckt. Sie waren kuenstlerisch gestaltete Bildmarken, die meist mit Bezug zum Produkt zu Werbezwecken an Kunden verschenkt wurden; die ursprueglichen Werbestrategen rechneten damit, dass die Marken auf Briefen und Umschlaegen aufgeklebt zur Verbreitung der Marke beitragen wuerden. Bereits zu ihrer Hochphase waren sie ein populaeres Sammelobjekt; nach dem Ersten Weltkrieg verdraengten Zigarettenbildchen die Reklamemarken weitgehend.