Was als druckempfindliche Feder beschrieben wird, ist eine flexible Feder, die durch unterschiedlichen Schreibdruck variable Strichstärken liefert. Solche Federn finden sich vor allem in Vorkriegsschreibgeräten, insbesondere in Watermans aus der Zeit bis etwa 1930; in modernen Serienfüllhaltern werden flexible Federn praktisch nicht mehr verbaut, von wenigen japanischen Ausnahmen wie Pilot Falcon oder Nakaya abgesehen, deren Flexibilität jedoch oft hinter der historischer Federn zurückbleibt. Wer eine moderne Standard-Feder flexibel schleifen oder einen Stub-Schliff einarbeiten lassen möchte, wendet sich am besten an spezialisierte Nibmeister wie John Mottishaw (nibs.com); er kann eine M-Feder gleichzeitig schmaler und flexibler nachschleifen. Sondereditionen wie ein 149 Special Anniversary sollten dafür allerdings nicht herhalten, da Modifikationen den Sammlerwert beeinträchtigen; geeigneter sind reguläre Serien-Schreibgeräte. Die Music Nib ist eine Alternative für Strichvariation ohne flexibles Verhalten.