Heutige Federn erzeugen nur einen begrenzten Kalligraphieeffekt, da seit Einführung des Kugelschreibers in den 1950er Jahren steifere Federn gebaut werden, um das übliche Druckverhalten der Schreiber zu tolerieren. Wer einen echten, deutlich variierenden Strich möchte, greift sinnvollerweise zu einem alten, eingeschriebenen Füllhalter mit OM- oder OB-Feder oder zu Vorkriegsmodellen, etwa Waterman aus den Jahren 1900–1910 mit flexiblen EF-Federn. Aktuelle Optionen für einen leichten Effekt sind Aurora Italic oder Stub, die Notenfeder des OMAS Filarmonica oder die Calligraphique-Feder des Cartier Louis Cartier. Bei Montblanc lässt sich mit einer OB- oder O3B-Feder am 149 ein dezenter Strichbreitenunterschied erzielen. Das Schreiben mit flexiblen oder schräg geschliffenen Federn erfordert Übung und das richtige Halten des Halters.