Allgemeine Erkennungsmerkmale, die immer und für alle Modelle gelten, gibt es nicht. Die Fälschungen werden laufend besser, und Merkmale, die früher verlässlich waren – Gewicht, Minenpassung, Schriftbild der Gravuren, Service-Heft mit Stempel –, sind inzwischen weitgehend nachgeahmt. Besonders im mittleren und oberen Preisbereich lässt sich anhand von Verkaufsfotos oft nicht entscheiden, ob ein Original oder ein Nachbau abgebildet ist.
Die Sicherheit liegt deshalb weniger beim Objekt als beim Bezugsweg. Unbedenklich ist der Kauf im Fachhandel vor Ort, in einer Boutique sowie in den offiziellen Onlineshops und bei den wenigen autorisierten Online- und Spezialhändlern für Schreibgeräte. Bei Auktionsplattformen sollte man die Verkaufshistorie prüfen: Wer über Jahre regelmäßig Schreibgeräte verkauft hat, ist deutlich weniger riskant als ein Anbieter ohne einschlägige Vorgeschichte. Eine persönliche Übergabe hilft nur dann wirklich, wenn jemand mitkommt, der sich auskennt.
Zwei Faustregeln haben Bestand: nur dort kaufen, wo man dem Verkäufer vertrauen kann, und möglichst nur Modelle kaufen, die man selbst kennt. Bei älteren Limited Editions bleibt der Gebrauchtmarkt häufig der einzige Weg, weil sie im Handel nicht mehr erhältlich sind; dort zahlt sich Geduld aus, und bei hohen Beträgen ist eine Begutachtung vor dem Kauf das Geld wert.