Moin Frederick, moin Dirk,
Zuerst eimal würde ich bei einem Schreibwarenhändler keine Uhr und bei einem Juwelier keine Schreibgeräte kaufen, es sei denn, ich lege auf die Funktion keinen Wert und betrachte das Teil als schmückendes Accessoire - dann ist es mir egal, woher es stammt.
dib schrieb:
Jedoch bin ich der Ansicht, daß teure Stifte über 500 Euro zukünftig vermehrt beim Juwelier verkauft werden.
Da kann ich nur widersprechen, denn 500 Euro ist nun wirklich nicht \"teuer\" und eben kein hoher Betrag und wenn ein Juwelier sich mit solch billigen Artikeln auch noch intensiv beschäftigen muss (sehr aufwändige Beratung mit häufigem After-Sale-Service, dazu noch die \"übliche\" Rabattierung\" usw.) ... Das wird nicht funktionieren!
OK, viele Kunden von Schreibgeräten meinen, dass 500 Euro viel für einen Füllfederhalter sind. Die meisten \"Schreibwaren-Händler\" denken ebenso. - Für einen Juwelier sind jedoch Preise für Uhren ab 10.000 Euro relativ normal und Artikel für 5.000 Euro liegen da schon in den unteren Preisregionen.
Montblanc hat nun das Problem, dass sie ihre Produkte in der Preislage zwischen 500 und 5.000 Euro weder beim sogenannnten Schreibwarenfachhandel noch beim Juwelier ins Sortiment drücken können, weil dem einen wie dem anderen die Kunden fehlen bzw. der Aufwand nicht im betriebswirtschaftlich notwendigen Rahmen erbracht werden kann. Daher setzt Montblanc auf eigene Boutiquen.
Nur dort, wo sich trotz einer doppelten Handelsspanne (weil ja eine Zwischenstufe übersprungen wird) eine eigene Boutique für Montblanc nicht rechnet, dort sollen ausgerechnet bessere Schreibwarenhändler oder Juweliere in die Bresche springen?!? Da muss schon einer viel Geld für ein diesbezügliches Hobby über haben, denn wie soll sich das wohl rechnen???
Frederick, ich wünsche Euch natürlich viel Erfolg - aber ich prophezeie Euch: spätestens nach einem Jahr ist das \"Experiment\" mit Montblanc auch bei Euch (wie vorher schon bei vielen anderen Juwelieren) wieder vorbei.
Mit besten Grüßen,
Axel