Messungen ergeben, dass alle drei königsblauen Tinten eine sehr ähnliche Viskosität von rund 1,01–1,03 mm²/s aufweisen und damit nur etwa 10 Prozent über dem Wert von Wasser liegen – hier lässt sich keine echte Tendenz erkennen. Deutliche Unterschiede gibt es jedoch bei der Oberflächenspannung: Montblanc liegt bei rund 49 mN/m, Pelikan bei 57 mN/m und Lamy bei 69 mN/m, womit Montblanc das leichteste Anschreibeverhalten zeigt. Eine weitere Absenkung der Oberflächenspannung würde zu unkontrolliertem Tintenfluss führen. Die Viskosität wird mit einem Kapillarviskosimeter bei auf 0,01 °C konstant gehaltener Temperatur bestimmt, die Oberflächenspannung über die Wilhelmy-Methode mit Platinring oder -platte und einer hochempfindlichen Waage. Eigene Versuche mit weiteren Tinten können sinnvoll sein, da Federverhalten und Tinte stark zusammenwirken.