Auch von der Scenium-Reihe existieren Fälschungen. Die Modelle sind technisch vergleichsweise einfach aufgebaut und kommen ohne aufwendige Mechanik oder kostbare Materialien aus, was das Kopieren erleichtert. Viele Scenium-Fälschungen fallen durch ein eigenwilliges, so nie angebotenes Design auf: silber- oder goldfarben ausgeführte Korpusse, ungewöhnliche Musterungen auf dem Schaft und Kombinationen von Beschlägen, die es bei Montblanc nicht gab. Der Abgleich mit zeitgenössischen Katalogabbildungen oder einer Modellübersicht der Serie ist deshalb der erste und oft schon entscheidende Schritt.
Daneben gelten die allgemeinen Prüfpunkte: ein sauber und scharf ausgeführter Stern in der Kappenkrone, gleichmäßig eingeschlagene Imprints ohne verlaufende Buchstaben, saubere Kappenringe ohne Kerben oder Grate, ein spielfreier Sitz von Clip und Beschlägen sowie exakt laufende Gewinde und ein stimmiges Gesamtgewicht. Da die Scenium-Schreibgeräte von vornherein auch als Corporate Gift gedacht waren und in großer Zahl in Umlauf kamen, sind auf dem Gebrauchtmarkt viele echte Stücke mit Firmengravur unterwegs; eine solche Gravur spricht für sich genommen nicht gegen die Echtheit, mindert aber den Sammlerwert.